Uff, die Olympiade geht langsam an die Substanz. Heute Nacht stand eines der Highlights dieser Spiele auf dem Programm, für mich zumindest. Unsere Nati spielte im Eishockey-Mutterland gegen das nur aus Superstars bestehende Heimteam von Kanada. Wie oft kriege ich das wohl noch zu sehen, fragte ich mich und da die Antwort darauf eindeutig war, lag ich gestern um 22:00 Uhr bereits im Bett und stellte den Wecker auf 01:30 Uhr. Ohne Probleme stand ich auf, packte Chips und Gummibärchen und machte es mir auf dem Sofa bequem. Einen kurzen Moment lang dachte ich sogar an ein Bier, darauf verzichtete ich dann aber. Die Schweiz spielte mit den haushohen Favoriten fantastisch mit und hielt dem teilweise gewaltigen Druck stand. Hiller im Tor machte wohl das Spiel seines Lebens im Natidress und seine Vorderleute tauchten zwischendurch gefährlich vor dem kanadischen Übergoali Martin Brodeur (er hat in seinen über 1'200 NHL Spielen bald jeden möglichen Rekord gebrochen) auf. Auch nach dem 2:0 für Kanada befasst ich mich nicht mit meinem Schlafmangel, was sich bald darauf auszahlen sollte. Rüthemann brachte die Schweiz mit einem tollen Schuss wieder ins Spiel zurück und 10 Sekunden vor Ende des 2. Drittels gelang den Eisgenossen sogar der Ausgleich zum 2:2. Im letzten Drittel sowie in der Verlängerung fielen keine Treffer mehr, womit ein Penaltyschiessen fällig wurde. Die beiden Torhüter parierten jeweils die ersten drei Anläufe. Erst der 2. Versuch von Jungsuperstar Sidney Crosby bedeutete die Entscheidung, da Plüss im Gegenzug an Brodeur scheiterte. Schade, nur wenig hatte zur absoluten Sensation gefehlt, wobei auch der Schweizer Punktgewinn schon eine fette Überraschung ist. Irgendwann nach 04:00 Uhr lag ich dann wieder im Bett und träumt kurz darauf vom Schweizer Eishockey Olympiasieg;-)
Die zwei Heldinnen dieser Spiele sind ohne Zweifel die Schwedin Anja Pärson und die Slowenische Langläuferin Petra Majdic. Pärson holte gestern nur einen Tag nach Ihrem furchtbaren Sturz in der Abfahrt die Bronzemedaille in der Kombination. Majdic kämpfte sich nach ihrem Abflug ins Bachbett und dem Zusammenstoss mit einer Tanne mit übelsten Schmerzen durch mehrere Quali- und Finalläufe und holte sich die Bronzemedaille. Nur dank der Hilfe von zwei Freiwilligen schaffte sie es bei der Siegerehrung aufs Podest, auch dort von Schmerzen gezeichnet. Beim anschliessenden Spitalbesuch kam schliesslich heraus, dass sie mit 4 gebrochenen Rippen und einem Lungenfellriss unterwegs war...
Morgen Samstag bin dann ich gefordert: Momos Zügeltag steht an. {easycomments}
Nachtschicht
- Details
- Zugriffe: 1053
